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Zweites Familienentlastungsgesetz

Am 29.10.2020 wurde das Zweite Familienentlastungsgesetz vom Bundestag verabschiedet, welches folgende Änderungen vorsieht:

Kindergeld und Kinderfreibetrag:

Ab 01.01.2021 erhalten Eltern 15 € mehr Kindergeld, d. h. für das erste und zweite Kind wird das Kindergeld auf 219 €, für das dritte Kind auf 225 € und für jedes weitere Kind auf 250 € erhöht.

Neben der Erhöhung des Kindergeldes steigt auch der Kinderfreibetrag ab dem Veranlagungszeitraum 2021 für jeden Elternteil von 2.586 € auf 2.730 €. Auch der Betreuungsfreibetrag wird von 1.320 € auf 1.464 € erhöht. Somit beträgt der zur steuerlichen Freistellung des Kinder-Existenzminimums dienende Freibetrag nunmehr insgesamt 8.388 € für jedes berücksichtigungsfähige Kind.

Grundfreibetrag:

Durch eine Anhebung des Grundfreibetrags in zwei Schritten soll die verfassungsrechtlich geforderte steuerliche Freistellung des Existenzminimums gewährleistet werden.

Der Grundfreibetrag 2021 wird somit im Vergleich zu 2020 um 336 € erhöht auf 9.744 €. Für 2022 erfolgt eine weitere Erhöhung um 288 € auf dann 9.984 €.

Einkommensteuertarif:

Für die Veranlagungszeiträume 2021 und 2022 sind zum Ausgleich der „kalten Progression“ im Hinblick auf den Einkommensteuertarif folgende Änderung beschlossen:

Der Spitzensteuersatz von 45 % gilt erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 274.613 € (2021) bzw. 278.732 € (2022) anstatt bisher ab 270.501 €.

Unterhaltsleistungen:

Der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen wird ebenfalls angehoben. Dieser beträgt für das Jahr 2021 nun 9.744 € und für das Jahr 2022 erfolgt eine Erhöhung auf 9.984 €.