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Wichtige allgemeine Steueränderungen ab 2020 – Überblick für alle Steuerpflichtigen

(Stand: 04.02.2020)

1. Der „Grundfreibetrag“ wird um 240 € für Alleinstehende und 480 € für Verheiratete auf nun 9.408 €/18.816 € jährlich erhöht.

2. Ein Steuerklassenwechsel konnte bisher für Ehegatten/Lebenspartner grundsätzlich nur einmal jährlich beantragt werden – in vier Ausnahmefällen unter Umständen zwei Mal, wenn ein Ehegatte verstarb, nach dauerhafter Trennung, bei Arbeitslosigkeit und Wiederaufnahme der Beschäftigung nach Arbeitslosigkeit. Nun sind jährlich mehrfache Wechsel möglich, wenn einer der genannten bisherigen Ausnahmefälle vorliegt.

3. Der Kinderfreibetrag steigt von bisher 4.890 € auf nun 5.172 €. Er kann anstelle des Kindergeldes gewährt werden, das erst ab 2021 steigen soll. Das Finanzamt prüft dabei automatisch, welcher Ansatz günstiger ist. Der Unterhaltshöchstbetrag (§ 33 a EStG) wird auf 9.408 € erhöht.

4. Der bisher nach § 3 Nr. 5 c EStG steuerfreie Wehrsold der freiwillig Wehrdienstleistenden wird ab 01.01.2020 steuerpflichtig.

5. eBooks und Bücher in elektronischer Form unterliegen bereits ab 18.12.2019 - ebenso wie Zeitungen und Zeitschriften - dem 7 %-igen Umsatzsteuersatz. Ausgenommen davon sind: Jugendgefährdende Schriften und überwiegend Werbezwecken dienende Erzeugnisse einschließlich der Reisewerbung.

6. Schwerpunktänderungen für Elektrofahrzeuge, Jobtickets, öffentliche Verkehrsmittel sind u. a.:
Sonderabschreibung für rein elektrische Lieferfahrzeuge, Dienstwagenbesteuerung für E- und Hybridfahrzeuge nur mit Null % des Listenpreises.
Verlängerung der kostenlosen E-Mobilaufladung beim Arbeitgeber und Privatnutzung betrieblicher Fahrräder bis 2030.
Für „Pendler“: Pauschalbesteuerung von 25 % für Jobtickets und Wegfall der Anrechnung auf die Entfernungspauschale.

7. Verpflegungspauschalen werden von 12 € auf 14 € täglich (bei über 8-stündiger Abwesenheit) bzw. auf 28 € bei ganztägiger Dienstreise erhöht. Die Pauschale für den An-/Abreisetag steigt bei mehrtätigen Reisen von 12 € auf 14 €.  

8. Die sog. Umzugspauschalen für allgemeine Umzugskosten steigen auf 820 € bei Alleinstehenden und auf 1.639 € bei Ehepartnern/Lebensgemeinschaften. Daneben können u. a. nachgewiesene Transport- oder Maklergebühren abgezogen werden.

9. Für die von Arbeitgebern gestellten Werkswohnungen ist nur noch ein geldwerter Vorteil zu versteuern, wenn die tatsächliche Miete nicht mindestens 2/3 der ortsüblichen Miete beträgt.

10. Bei Betriebsrenten fallen unter Umständen Krankassenbeiträge an. Diese sind ab 2020 nur auf den, um einen Freibetrag von 159,25 € monatlich gekürzten Rentenbetrag zu berechnen.