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Steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer der Unwetter von Ende Mai/Anfang Juni 2016 in Deutschland

(Stand: 07.07.2016)

Verheerende Regenmassen haben im Mai/Juni 2016 vielerorts in Deutschland zu schweren Überschwemmungen, blockierten Straßen und zerstörten Häusern in den Unwettergebieten geführt. Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder hat das Bundesfinanzministerium steuerliche Regelungen zur Unterstützung der Opfer erlassen und im Schreiben vom 28.06.2016 (IV C 4 – S 2223/07/0015:016) zusammengefasst. Sie gelten für Unterstützungsmaßnahmen, die vom 29.05.2016 bis 31.12.2016 durchgeführt werden. Zu diesen Unterstützungsmaßnahmen zählen insbesondere:

  • Die Anerkennung von Zuwendungen von Unternehmen, die Sponsoring-Maßnahmen darstellen, als Betriebsausgaben
  • Die Anerkennung von unentgeltlichen Zuwendungen von Unternehmen an unmittelbar unwettergeschädigte Geschäftspartner zur Aufrechterhaltung der Geschäftsbeziehungen als Betriebsausgaben
  • Die Anerkennung von Zuwendungen von Wirtschaftsgütern oder sonstigen betrieblichen Nutzungen und Leistungen (nicht hingegen Geld) von Unternehmen an unmittelbar geschädigte Unternehmer als Betriebsausgaben
  • Lohnsteuerbefreiung von Unterstützungen für betroffene Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber
  • Lohnsteuerbefreiung von Arbeitslohnspenden zugunsten von Kollegen oder Spendenorganisationen
  • Steuerliche Anerkennung von Spendenaktionen von gemeinnützigen Körperschaften, auch wenn deren Satzung die Unterstützung von unwettergeschädigter Personen nicht vorsieht
  • Abzugsfähigkeit von Elementarschäden als außergewöhnliche Belastungen
  • Vereinfachung der Anforderungen an den Nachweis einer Zuwendung
  • Anwendbarkeit bereits bestehender Billigkeitsregelungen, um unmittelbar Betroffenen Erleichterungen, z. B. im Hinblick auf Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen, Anpassung der Vorauszahlungen, Verlust von Buchführungsunterlagen, zu ermöglichen