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Rabatte beim PKW-Kauf an Arbeitnehmer eines verbundenen Unternehmens lohnsteuerfrei

(Stand: 27.03.2019)

Dies entschied das Finanzgericht Köln im Urteil vom 11.10.2018, Az. 7 K 2053/17 für den Fall, dass ein Autohersteller den Werksangehörigen eines verbundenen Unternehmens (Zulieferer) dieselben Rabatte gewährt, wie den eigenen Arbeitnehmern.
Im Streitfall des Jahres 2015 wurde ein Neufahrzeug mit einem Preisvorteil von ca. 1700 € + 700 € Überführungskosten verbilligt verkauft.
Das Finanzamt sah diesen Vorteil als Arbeitslohn und berief sich dabei auf den „Rabatterlass“ des BMF vom 20.01.2015.
Das Finanzgericht dagegen stellte darauf auf, dass der Autohersteller die Rabatte im „eigenwirtschaftlichen Verkaufsinteresse“ gewährt hat und nicht für eine Arbeitsleistung des beim verbundenen Unternehmer beschäftigten Käufers. Ähnlich hatte bereits das Finanzgericht Hamburg mit rechtskräftigem Urteil vom 09.11.2017, Az. 1 K 111/16 entschieden.

Gegen das Urteil des FG Köln ist dagegen Revision beim BFH anhängig (Az. VI R 53/18), so dass einschlägige Fälle bis zur höchstrichterlichen Entscheidung offen gehalten werden sollten.