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Handwerkerkosten beim Umzug evtl. nach § 35 a EStG abzugsfähig

(Stand: 05.09.2019)

In einer das Streitjahr 2014 betreffenden Einkommensteuererklärung hat ein Arbeitnehmer wegen eines beruflich veranlassten Umzuges nach einer Versetzung eine Reihe umstrittener Kosten in beträchtlicher Höhe (insgesamt 19.671 €) als Werbungskosten/Umzugskosten geltend gemacht (u. a. Taxifahrten zur Wohnungsbesichtigung oder Krankheitskosten auf dem Weg zur ersten Tätigkeitsstätte und Kosten für den Ausbau und die Entsorgung von Elektrogeräten des Haushalts in der bisherigen Wohnung. Das Finanzamt ließ diese Aufwendungen nicht zum Abzug zu, weil es diese mit der Entfernungspauschale als abgegolten beurteilte.  

Das Sächsische Finanzgericht bestätigte diese negative Entscheidung – mit einer Ausnahme: Mit Urteil vom 18.05.2018, Az. 4 K 194/18 entschied es, dass die Kosten für den Ausbau und die Entsorgung der Elektrogeräte in der bisherigen Wohnung als „Handwerkerkosten“ im Sinn des § 35a EStG abgezogen werden dürfen, weil diese Leistungen im weitesten Sinn durch ein Wirtschaften im Haushalt veranlasst sind.  Das Urteil zeigt, dass stets alle denkbaren Abzugsmöglichkeiten geprüft werden sollten!