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Abzugsfähigkeit von Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastung in Frage gestellt


(Stand: 26.03.2015)

Mit Urteil vom 18.02.2015 (3 K 297/14) hat das Niedersächsische Finanzgericht entschieden, dass Scheidungskosten weder außergewöhnlich nach § 33 Abs. 1 EStG sind noch nach § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG in der ab 2013 durch das Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz geänderten Fassung als außergewöhnliche Belastungen abziehbar sind. Das Gericht verweist u.a. darauf, dass inzwischen etwa jede 2. Ehe wieder geschieden wird, so dass eine Scheidung und deren Kosten nicht mehr außergewöhnlich seien.

Das Finanzgericht weicht damit von der jüngsten Rechtsprechung der Finanzgerichte Rheinland-Pfalz (Urteil vom 16.10.2014, 4 K 1976/14) und  Münster (Urteil vom 21.11.2014, 4 K 1829/14 E) ab, welche die Abzugsfähigkeit nach wie vor bejahen. Die Revision zum Bundesfinanzhof (BFH) wurde zugelassen.